Die Saale ist schon merkwürdig, da fährt man 5 Tage Angeln und kämpft um jeden Biss … 5 Tage bitterer Schneider mit viel verlorenen Material ….
Aber Schneidertage haben auch was gutes …..
Man versucht neues, versucht neue Methoden und neue Stellen ….
Und manchmal wird man dafür belohnt ……………

Es ist kaum zu glauben …. wieder eine Granate von 2m. Ich kanns nicht fassen.
Nachdem ich wegen des einsetzenden Regens heute morgen schon eigentlich zu Hause bleiben wollte bin ich nun heilfroh das nicht getan zu haben.
Zum einen hat der Regen bereits kurz nach Start aufgehört und zum anderen konnte ich wieder einen Traumfisch fangen!
Die letzte Woche war grausam … ich war viel unterwegs, hatte wenig Fischkontakte und bis auf einen Microzander nichts im Boot.
Es schien fast, dass in der Saale nix mehr los ist …
Einmal mehr erwies es sich aber als sehr gute Idee, dass ich mir bereits Anfang der Saison vorgenommen habe neue Stellen zu befischen und nicht wie die letzten Jahre immer an die selben Stellen zu fahren.
Nachdem die ersten Spots erfolglos befischt wurden setzte ich wieder aufs Strecke machen und liess mich am Ufer entland treiben. Ein eher unscheinbarer Biss ließ nicht erahnen welche heisse Tanz folgen sollte …
Das zarte „Tock“ liess eher einen Zander vermuten … nach wenigen Sekunden allerdings war klar, dass es wohl keiner werden sollte.
Ein Waller, und wieder ein guter!
Ein auf und ab begann, der Fisch liess sich nicht stoppen und zog mich fluss abwärts mit sich .. bisher nicht ungewöhnlich.
Dann allerdings drehte er und es ging fluss-aufwärts … das ist ganz doof .. dieses mal war ich alleine im Boot und musste nun dem Fisch gegen die Strömung nachfahren damit er mir nicht abhaut. Das heisst Boot steuern und gleichzeitig drillen …
Nachdem er dann sicher 2-300m fluss aufwärts zurückgelegt hatte und immer noch am Grund festgenagelt schien war mir klar, dass es wieder ein guter Wels sein musste.
Ich malte mir die anstrengenden Versuche aus ihn allein ins Boot zu kriegen …. das wird Arbeit …
Glücklicherweise allerdings ging alles erstaunlich glatt .. nach einem ca 20-minütigem Drill tauchte der Fisch neben dem Boot auf.
WOW 😀
Ich setzte alles auf eine Karte und hielt dem nicht ausgedrillten Fisch meinen Kescher vor die Nase, und glücklicherweise rollte er sich direkt rein.
Freudenschrei!

Der zweite Fisch von 2m+ liegt in meinem Kescher (:
Erstmal durchatmen, der Fisch ist gesichert!
Ganz besonders freue ich mich, dass auch dieser große Fisch nicht von den „altbekannten“ Wels-Spots kommt, sondern mehr oder weniger beim Driftangeln auf freier Strecke.
Der Angeldruck bei uns steigt, und einige Stellen sind bereits tot.
Da freut man sich enorm darüber wieder neue, unscheinbare Stellen gefunden zu haben an denen es Fisch gibt 🙂

Ich wuchte ihn ins Boot und montiere schnell meine Kamerahalterung an der Rehling (super sache, kann ich jedem empfehlen) und versuchte ein Bild zu machen so gut es halt geht.

Ich bin überglücklich!

Viel Glück gehabt mal ….
… Fisch hat sich gut und schnell in den Kescher gerollt …
… im Kescher das Stahl des Angstdrillings gerissen … aber erst im Kescher 🙂

Die vielen Schneider, der verjokelte Sprit der Woche, alles vergessen!
Für solche Ereignisse fahren wir angeln 🙂

Der Kescher ist übrigens bei der Landung unbemerkt ins Wasser gefallen (:
Glücklicherweise schwimmt der und ich konnte ihn später wieder auflesen.

P.S.
Beim Zurücksetzen hab ich mir übel den linken Arm gezerrt, aber naja…
Damit kann man wohl leben 😀